
Hook-and-loop for defense, military, and police
kragoTEC® high-performance hook-and-loop solutions for mission-critical gear


Gerade in Risikosituationen kommt es darauf an: Wenn jede Sekunde zählt, muss alles sicher sitzen und funktionieren - und zwar auch im Handling mit Handschuhen. Allerdings sind die Anforderungen an Befestigungs- und Verschlusslösungen im militärischen Kontext grundlegend sehr hoch. Sicherheitskräfte verlassen sich jederzeit auf die zuverlässige Funktionalität ihrer Schutz- und Ausrüstungskomponenten. Hochwertige Klettverschluss- und Befestigungssysteme bieten optimale Vorausseztungen dazu und funktionieren jederzeit einfach, schnell und zuverlässig – die richtige Qualität vorausgesetzt.
Polizei, Verteidigungswesen und andere Behörden profitieren nicht nur von umfangreichem Produktsortiment und vielseitigen Verarbeitungsmöglichkeiten bei kragoTEC, sondern auch von Erfahrungen und Expertise von Customer Service und Produktentwicklung inklusive hauseigenem Textil-Engineering. Grundlegend wichtig ist es hierzu, zu wissen, welche Eigenschaften und Kriterien für die jeweilige Branche und Einsätze überhaupt relevant sind. Auch für die Sicherheitsbranche und das Verteidigungswesen gibt es relevante Merkmale.

Neben mechanischer Performance ist die visuelle und taktische Integration entscheidend. kragoTEC® Klettsysteme sind in sicherheitsspezifischen, monochromen Tarnfarben verfügbar, die sich in bestehende militärische Farbkonzepte einfügen wie z.B. Multicam, Flecktarn, Tropentarn, Wüstentarn, Multitarn, UCP oder MARPAT.
IRR-Ausrüstung (Infrared Reflectance Reduction) ist ein zentraler Baustein moderner multispektraler Tarnkonzepte. Durch kontrollierte Infrarot-Reflexion sorgen sie dafür, dass Ausrüstung und Textilien nicht nur im sichtbaren Bereich, sondern auch gegenüber spezialisierten Sensor- und Nachtsichtsystemen unauffällig bleiben. Das schafft taktische Vorteile und erhöht die Sicherheit von Personal und Systemen in sicherheitskritischen Umgebungen. Für taktische Anwendungen mit erhöhten Anforderungen an Signaturmanagement bietet kragoTEC Klettsysteme mit IRR-Ausrüstung (Infrared Reflectance Reduction). Diese Ausrüstung reduziert die Infrarot-Reflexion im relevanten Wellenlängenbereich und trägt dazu bei, die Sichtbarkeit unter Nachtsicht- und IR-Beobachtungssystemen zu minimieren. So können textile Komponenten und modulare Ausrüstungen in bestehende IR-Tarnkonzepte integriert werden.
IRR steht für Infrared Reflectance Reduction und beschreibt die gezielte Steuerung der Infrarot-Reflexion eines Materials, um dessen Erkennbarkeit im Infrarot-Spektrum zu verringern. Herkömmliche Stoffe reflektieren Infrarotlicht ähnlich stark wie sichtbares Licht – das kann bei Nachtsichtgeräten zu kontrastreichen, auffälligen Signaturen führen. Durch spezielle Endveredelungsprozesse, Pigmentierungen oder Coatings wird das reflektierte Infrarotlicht so angepasst, dass die Oberflächenwerte besser mit der Umgebung übereinstimmen. Dadurch wird der Kontrast im Infrarot-Spektrum verringert und die Tarnwirkung unter technischen Beobachtungs- und Nachtsichtsystemen verbessert.
In modernen Einsatzszenarien sind Nachtsichtgeräte, Infrarot-Kameras und andere sensorische Überwachungstechnologien weit verbreitet. Materialien ohne IRR-Optimierung erscheinen unter diesen Systemen häufig sehr hell oder kontrastreich und sind daher leichter erkennbar – selbst wenn sie im sichtbaren Spektrum gut getarnt sind. IRR-optimierte Komponenten helfen, die Infrarot-Signatur von Bekleidung, Ausrüstung und Textilien an das natürliche Umfeld anzupassen, wodurch die Sichtbarkeit für gegnerische Sensoren reduziert wird. Das gilt sowohl für militärische Einsätze, als auch für taktische Sicherheits- oder Observationsanwendungen.
Moderne militärische Tarnkonzepte beschränken sich längst nicht mehr auf das sichtbare Farbspektrum. Während das menschliche Auge ausschließlich sichtbares Licht wahrnimmt, arbeiten heutige Nachtsichtgeräte (FLIR - Forward Looking Infrared) im nahen Infrarotbereich (Near Infrared, NIR) zwischen etwa 700 und 1200 Nanometern. Genau hier entsteht eine oft unterschätzte Schwachstelle: Ein Stoff kann für das Auge perfekt olivgrün wirken und sich harmonisch in eine Vegetationslandschaft einfügen, im Infrarotspektrum jedoch stark reflektieren und dadurch unter Nachtsichtgeräten hell aufleuchten. Ohne NIR-Konformität kann eine eigentlich dunkle Uniform im IR-Bild nahezu weiß erscheinen und sich deutlich vom Hintergrund abheben – mit gravierenden taktischen Nachteilen.
IRR (Infrared Reflectance Reduction) bezeichnet die gezielte Steuerung und Reduzierung dieser Infrarot-Reflexion. Ziel ist nicht die vollständige „Unsichtbarkeit“, sondern die Anpassung der Remissionswerte an natürliche Referenzen wie Vegetation, Erde oder Gestein. Ein olivgrüner Stoff muss sich im Infraroten möglichst ähnlich verhalten wie Chlorophyll in Pflanzen. Entscheidend sind exakt definierte Reflexions- und Absorptionswerte im relevanten Wellenlängenbereich, die reproduzierbar eingehalten werden müssen. Dabei genügt es nicht, nur die Grundfarbe anzupassen: Bei Tarnmustern müssen auch die Kontraste zwischen einzelnen Farbflächen im Infrarotbild erhalten bleiben. Minderwertige Materialien verlieren diese Differenzierung, sodass komplexe Flecktarnmuster unter Nachtsicht zu einer einheitlich hellen Fläche verschwimmen und die Silhouette des Trägers deutlich erkennbar wird.
Die Herausforderung endet jedoch nicht bei der Stoffauswahl. Optische Aufheller in Waschmitteln können sich im Gewebe anlagern und die Infrarot-Reflexion massiv erhöhen, wodurch selbst ursprünglich NIR-konforme Uniformen ihre Tarnwirkung verlieren. Auch nicht abgestimmte Komponenten wie Klettverschlüsse, Beschichtungen, Kunststoffteile oder Etiketten können durch abweichende Reflexionswerte im IR-Bild als helle „Hotspots“ erscheinen und die Position verraten. Hinzu kommen Abnutzung, UV-Belastung, Schweiß, Schmutz und häufiges Waschen, die die IRR-Eigenschaften im Laufe der Zeit verändern können. Deshalb ist NIR-Konformität kein isoliertes Materialmerkmal, sondern Teil eines ganzheitlichen Systems, das alle eingesetzten Komponenten berücksichtigt.
Für textile Verbindungssysteme wie Klettlösungen bedeutet dies, dass auch Haken- und Flauschmaterialien, Trägergewebe, Färbungen und Beschichtungen exakt auf die Infrarot-Anforderungen abgestimmt sein müssen. Gerade weil diese Elemente häufig an exponierten Stellen von Schutzwesten, Plattenträgern, Helmen oder modularen Ausrüstungssystemen sitzen, dürfen sie keine abweichende IR-Signatur erzeugen. Multispektrale Tarnung ist daher eine Frage der präzisen Materialentwicklung, kontrollierter Produktionsprozesse und systemischer Integration. NIR-konforme Ausrüstung reduziert nicht nur die Sichtbarkeit im sichtbaren Gelände, sondern sorgt dafür, dass auch unter technischen Beobachtungssystemen keine auffälligen Kontraste entstehen. Effektives Signaturmanagement beginnt somit nicht erst im Einsatz – sondern bereits bei der Materialdefinition.
Sie benötigen reversible Flauschwappen für Uniformen oder Dienstkleidung - und zwar in spezifischen Formen und Farben? Sie sind Hersteller oder Ausrüster ballsistischer Schutzwesten oder anderer militärischer Ausrüstungskomponenten? Gehen Sie auf Nummer sicher - und sprechen Sie uns an. Unser Customer Service-Team hilft Ihnen kompetent und mit branchenspezifischem Knowhow sehr gerne weiter. Nutzen Sie unseren Rückrufservice oder unseren digitalen Kalender zur Vereinbarung telefonischer oder persönlicher Beratungstermine.
Warum Sicherheitsbehörden, Polizei und Verteidigungswesen auf moderne Klettsysteme setzen, erfahren Sie auch in unserem Magazin-Beitrag, für den wir mit Klettexperte und kragoTEC-Geschäftsführer Dennis Meijerink über seine Erfahrungen gesprochen haben. Lernen Sie hierbei außerdem Björn Schultheiss, einen unserer Customer Service-Mitarbeiter, mit ausgeprägt branchenspezifischem Knowhow kennen. Hier geht´s zum Beitrag.